Untersuchungsraum der Privatpraxis

Brustdiagnostik

Mamma-MRT (MR-Mammographie)

Die Mamma-MRT erkennt auch kleinste, biologisch aktive Gewebeveränderungen – dort, wo Mammographie und Ultraschall an ihre Grenzen stoßen.


1Grundlage

Was eine Mamma-MRT ist

Die Mamma-MRT, auch MR-Mammographie genannt, ist die sensitivste bildgebende Methode zur Darstellung des Brustgewebes. Über das Verhalten des Kontrastmittels im Gewebe erkennt sie auch kleinste, biologisch aktive Veränderungen – ganz ohne Röntgenstrahlung. Sie ersetzt Mammographie und Ultraschall nicht, sondern ergänzt sie gezielt dort, wo diese an Grenzen stoßen.

2Anlass

Wann sie sinnvoll ist

In diesen Konstellationen gilt die Mamma-MRT heute als Goldstandard, weil sie anderen Verfahren in der Sensitivität regelmäßig überlegen ist:

Familiäres Risiko

Erhöhtes familiäres oder genetisches Brustkrebsrisiko, etwa bei BRCA1 oder BRCA2.

Dichtes Drüsengewebe

Sehr dichtes Gewebe schränkt die Aussagekraft der Mammographie ein.

Unklare Vorbefunde

Wenn Mammographie oder Sonographie keine eindeutige Antwort geben.

Vor der Operation

Ausdehnungsdiagnostik, um den Eingriff genau zu planen.

Nach der Behandlung

Narbenkontrolle nach Brustkrebs-Operation oder Bestrahlung.

Implantate

Kontrolle von Brustimplantaten – als einzige Fragestellung ohne Kontrastmittel.

3Ablauf

So läuft der Termin ab

In Bauchlage

Die Brust liegt entspannt in einer speziellen Spule. Sie müssen nichts halten und nichts drücken.

Zyklus beachten

Vor den Wechseljahren empfehlen wir einen Termin in der ersten Zyklushälfte, etwa Tag 7 bis 14 – das gibt die beste Bildqualität.

Kontrastmittel

In aller Regel notwendig – ohne das Anreicherungsverhalten geht es nicht. Es wird über einen venösen Zugang am Arm gegeben.

Ausnahme Implantate

Geht es allein um die Kontrolle von Brustimplantaten, brauchen wir kein Kontrastmittel.

Rund 15 Minuten

So lange dauert die reine Messzeit.

4Technik

1.5 Tesla mit KI-gestützter Auswertung

Unser 1.5-Tesla-System mit KI-gestützter Bildnachverarbeitung erlaubt eine präzise Beurteilung der Kontrastmittelkinetik in kürzerer Untersuchungszeit. Die KI hilft, auch kleinste klinisch relevante Herde zuverlässig von unauffälligem Gewebe zu unterscheiden.

5Vorteil

Was sie zusätzlich leistet

Die Mamma-MRT erkennt Befunde, die in Mammographie oder Sonographie verborgen bleiben können – besonders bei dichtem Drüsengewebe. Zugleich liefert sie eine präzise Ausdehnungsbestimmung. Dadurch lassen sich unnötige operative Probeentnahmen häufig vermeiden.

6Netzwerk

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Wir arbeiten eng mit gynäkologischen Brustzentren, der niedergelassenen Gynäkologie und überregional anerkannten Fachleuten der Mammadiagnostik zusammen – für eine nahtlose Anbindung an Vorsorge, Diagnostik und gegebenenfalls Therapie.

Häufige Fragen

Ersetzt die Mamma-MRT die Mammographie?
Nein. Sie ergänzt sie gezielt bei bestimmten Fragestellungen oder erhöhtem Risiko.
Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Nein. Lediglich das Legen des venösen Zugangs ist ein kurzer Piks. Die Brust wird nicht zusammengedrückt.
Gibt es eine Strahlenbelastung?
Nein. Die MRT arbeitet mit einem Magnetfeld und Radiowellen, nicht mit Röntgenstrahlen.
Für wen ist sie besonders empfohlen?
Für Frauen mit familiärem oder genetischem Risiko, mit dichtem Drüsengewebe oder mit unklaren Vorbefunden.
Wann im Zyklus ist der beste Termin?
Vor den Wechseljahren in der ersten Zyklushälfte, etwa Tag 7 bis 14. Danach spielt der Zeitpunkt keine Rolle.
Brauche ich immer Kontrastmittel?
Fast immer – ohne das Anreicherungsverhalten verliert die Untersuchung ihre Aussagekraft. Die Ausnahme ist die reine Kontrolle von Brustimplantaten, die ohne auskommt.
Wie lange dauert die Untersuchung?
Die reine Messzeit beträgt etwa 15 Minuten.

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